Solidaritätstag der Bezirksschule

Seit vier Jahren stellt sich die Mellinger Bezirksschule im Rahmen eines Solidaritätstages in den Dienst einer humanitären Sache.
Bei verschiedenen Arbeitseinsätzen sind heuer 14'063 Franken verdient und der Rumänienhilfe Wegenstetten zur Verfügung gestellt worden.
Die Idee des Solidaritätstages ist von einer schwedischen Schule abgekupfert worden.

Dort arbeiten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen einmal im Schuljahr ausserhalb der Schule und verdienen Geld, das für humanitäre Zwecke eingesetzt wird.
Vor viereinhalb Jahren führte die Bez Mellingen erstmals einen solchen Tag durch. Das Geld (13 500 Franken) wurden für das Hilfsprojekt «Patuca» eingesetzt, das mit Spenden aus der Schweiz und Deutschland die Mitchopfer unterstützt.
In den beiden vergangenen Jahren gingen 13 000 Franken an die «Tschechentharpaling Schule» in Mustang Nepal.


Für Rumänien sensibilisiert

Die Kulturbeauftragte an der Bez Mellingen, Andrea Jehle Gilardoni, hatte heuer erstmals die nicht ganz einfache Aufgabe, einen Solidaritätstag zu organisieren. Über eine Lehrerin kam sie in Kontakt mit der Rumänienhilfe Wegenstetten. Urs Brügger, Bezirkslehrer und Vorstandsmitglied im Verein, machte die Mellinger Bezler bei einem Dia-Vortrag mit den Zielen der Rumänienhilfe vertraut. Der Verein will auf direktem und unbürokratischem Weg der grossen materiellen Armut in Rumänien begegnen. Die Menschen sollen dabei nicht etwa von der Verantwortung entbunden werden. Sie müssen selber aktiv zu einem Fortschritt beitragen. Die Hilfe basiert auf der Zusammenarbeit mit Vertrauenspersonen in Rumänien.
Der Verein hat sich eine gute Basis geschaffen, um im Hilfsgebiet im Nordosten des Landes umfangreiche Projekte wie zum Beispiel das Ärztezentrum in Falcâu zu realisieren. Und genau diesem Ärztezentrum fliesst denn auch der von der Mellinger Bezirksschule erwirtschaftete Geldbetrag zu.

Involviert in den Solidaritätstag vom 3.Juni waren die 1. bis 3.Klassen. Die Abschlussklassen waren an diesem Tag mit den Abschlussprüfungen beschäftigt. Erwirtschaftet wurde das Geld zum Beispiel mit Büro - und Gartenarbeiten, der Mithilfe in Restaurants und Garagen sowie bei einem Einsatz im Pflegezentrum Reusspark. Die Schülerinnen und Schüler bemühten sich selber um eine Arbeit, wurden dabei aber von Andrea Jehle unterstützt.

Die Kulturbeauftragte möchte sich auch auf diesem Weg bei den Arbeitgebern für ihre spontanen Zusagen bedanken. Der Erfolg ist nicht ausgeblieben, wie das schöne Ergebniss zeigt. Am Mittwoch durfte Urs Brügger von der Rumänienhilfe Wegenstetten aus den Händen von Andrea Jehle, Lehrerin für Französisch und Englisch, freudestrahlend einen Check über 14 063 Franken in Empfang nehmen.


 
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