| Hilfseinsatz vom 30. März – 4. April 2008
Einsatzteam
Marco Veronesi / Beat Vogel / Sabrina Leber und Helfer in Rumänien
Ausgangslage
Anita und Anda waren für vier Tage von uns aufgeboten worden, um sich als Angestellte für die Augenoptik ausbilden zu lassen. Das Ziel war es, mit zwei intensiven Tagen die Grundlagen von Brillengläsern, Zentrierung sowie die korrekte Montage von Brillengläsern in einfache Fassungen zu erlernen. Zusätzlich sollte ein Tag Augenoptik nach dem bekannten Schema durchgeführt werden. Im Weiteren waren noch diverse administrative Aufträge beim Primar, dem Zahnarzt und dem Arzt zu erledigen. Natürlich wollten wir unserer Begleitung Sabrina auch noch unsere Projekte Siret und Direkthilfe zeigen.
Augenoptik
Wie geplant trafen um 9.30 Uhr unsere 2 Lehrlinge im Dispensar ein.
Ausbildung
Beat nahm sich den beiden Damen gleich an und die Ausbildung konnte beginnen. Anita wie Anda waren während der ganzen Zeit mit Freude und grosser Motivation bei der Arbeit. Die erzielten Fortschritte sind nach unseren Zielsetzungen ziemlich erreicht. Die von uns erteilten Aufträge sollten bis zum nächsten Einsatz im Juli erledigt sein und hoffentlich auch dazu führen, dass das Erlernte vertieft und gefestigt wird. Wir hoffen bis Ende 2009 die beiden so weit zu haben, dass sie ohne unsere Unterstützung Brillen nach Arztrezept anfertigen können. Nächste Einsätze: Juli, Oktober, November 2008.
Augenoptik
Ein Tag wurde wieder für Sehtests aufgewendet. Wie immer war der Ansturm riesig und wir konnten an diesem Tag 136 Sehtest durchführen und jeder Person die benötigte Brille abgeben. Wie jedesmal war es ein langer und intensiver Tag. Wir müssen uns für die Zukunft Gedanken gemacht, wer von unseren kostenlosen Dienstleistungen Gebrauch machen kann. Beat Vogel wird eine Preisliste für die einzelnen Produktekategorien erstellen. Selbstverständlich sollen alle Produkte und Dienstleistungen für die Armen in der Bevölkerung kostenlos bleiben. Dafür muss dann aber analog zum Arzt/Zahnarzt-Modell eine Bewilligung eingeholt werden. Wie dieses Verfahren durchgeführt werden soll, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht geregelt.
Zahnarzt
Marius Zlotar arbeitet seit Dez. 07 im Dispensar und hat noch nicht genügend Patienten. Ich habe mit ihm das Formular für die Unterstützung Hilfsbedürftiger ausgearbeitet. Alle involvierten Personen der Stiftung sind über die Abläufe informiert. Dadurch sollte es möglich sein die Zahnarztpraxis ebenfalls gut zu integrieren. Im Weiteren habe ich Marius Zlotar die Kosten für die bereits erfolgten Behandlungen für Hilfsbedürftige bezahlt. Alle Details und Papiere werde ich direkt mit dem PL Zahnarzt erledigen.
Arzt
Nachdem Dr. Dascal den Vertragsentwurf im Januar erhalten hat, habe ich mit ihm noch offene Fragen diskutiert. Im Grundsatz ist Dr. Dascal mit diesem Modell sehr zufrieden. Carl Mohr wird die finanziellen Details wie Miete und Preisliste klären und Georges kann im Mai den Vertag unterzeichnen. Im Weiteren sind die Probleme Wasseranschluss und Zimmertemperatur im Assistentinnenzimmer sowie Garderobe für das Personal besprochen worden. Die zusätzlichen elektrischen Heizkörper sind unterdessen angebracht worden und für die restlichen Fragen sind die erste Schritte eingeleitet.
Stiftung
Doina hat mir den ersten Jahresabschluss der Stiftung überreicht. Ich werde diesen an Christoph weiterleiten. Sie ist mit der Buchführung noch etwas unsicher, will aber die Buchhaltung weiter führen.
Direkthilfe
Am vorletzten Tag haben auch wir eine kleine Reise nach Siret und Dorohoi unternommen. Dabei haben wir das Behindertenheim in Siret besucht. Wir waren sehr erfreut über die Entwicklung. Neben diversen Besuchen bei uns bekannten Familien haben wir in Vârfu Câmpului einer Frau 500 Ron gegeben, damit sie das defekte Dach reparieren lässt. Dieses Projekt wird von Beat im Juli kontrolliert und danach das weitere Vorgehen beschlossen.
Fazit
Es war ein extrem intensiver Einsatz. Ich möchte mich bei meinen beiden Begleitern Beat Vogel und Sandra Leber ganz herzliche bedanken. Es war SUPER! Die hohen Ziele dieses Einsatzes konnten erfüllt werden. Ob sie auch nachhaltig wirken, bleibt beim nächsten Einsatz zu kontrollieren. Ich bin jedoch guter Hoffnung. Als Schlussbemerkung möchte ich noch folgendes anfügen. Ich war und bin stolz auf die Leistung der Rumänien-Hilfe Wegenstetten. Die viele Mühen, die in die Projekte gesteckt wurden,, zeigen Wirkung. Das Dispensar ist das geworden, was wir uns vorgestellt haben. Ein Haus für die Bevölkerung, das auch rege genutzt wird. Ich freue mich auf weitere spannende Einsätze mit allen, die uns in welcher Form auch immer unterstützen.
23.4.2008 Marco Veronesi




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