Effiziente Direkthilfe des Vereins Rumänien-Hilfe Wegenstetten

Unbürokratische Direkthilfe ist das Markenzeichen des Vereins Rumänien-Hilfe Wegenstetten.
Soeben ist Vereinsmitglied Zahnarzt Remo Loepfe aus Zeiningen, von einer Inspektionsreise zurück gekehrt, um die Entwicklung eines flächendeckenden Zahnhygieneprogramms samt der Einrichtung einer professionellen Zahnarztpraxis bei der ärmsten Landbevölkerung im Nordosten Rumäniens in die Wege zu leiten.
«Die materielle Armut in Rumänien ist gross, vor allem im Nordosten des Landes an der Grenze zur Ukraine. Dort liegt der Hauptwirkungskreis des Vereins Rumänien-Hilfe Wegenstetten.Hauptsächlich dorthin leisten wir auf direktem und unbürokratischem Weg Hilfe», sagt der Vereinspräsident Georges Brogle.
«Wir wollen jedoch die Menschen in Rumänien nicht von der Eigenverantwortung entbinden, ihre materielle Lage selber zu verbessern. Sondern wir wollen dort Direkthilfe leisten, wo die Armut derart bitter ist, dass die Menschen gar nicht mehr in der Lage sind, sich selber aus dem Teufelskreis der Armut zu befreien. Ein Bild davon kann sich nur machen, wer eimal dort war und die Zustände gesehen hat. Wer so tief unter der Armutsgrenze lebt, ist auf materielle Hilfe angewiesen.»

Direkter gehts nicht
Konsequent setzt die Rumänien-Hilfe Wegenstetten auf diese Direkthilfe, «direkter geht's nicht mehr», bekräftigt Georges Brogle. So, wie die gespendeten Waren, hauptsächlich Kleider und Kinderartikel, fein säuberlich in Abgabe-Portionen verpackt etwa jeden Monat einmal von Wegenstetten nach Rumänien gefahren werden, so gelangen sie dort von einenm geschützten Lagerraum direkt in die Hände der Ärmsten dieser Welt. Dasselbe geschieht mit Geldspenden. Die eingewechselten «Lei» werden eins zu eins auf der Strasse oder in der Eingangstüre der Bewohner der Behausung überreicht.
Für die Infrastruktur geht kein Rappen weg, denn die Mitglieder bezahlen ihre Reise aus der eigenen Tasche, um ja die von Fricktalern geleistete Hilfe nicht unnötig zu schmälern.
Die Helfer aus dem Fricktal beobachten in Rumänien die Menschen auf der Strasse, gehen in Häuser, klären mit Hilfe einer Dolmetscherin die Situation ab und überreiche je nachdem Bargeld und Hilfsgüter für den Alltag - unbürokratische Direkthilfe eben, «doch wer drei, vier Hühner herumlaufen hat und ein im Anbau angeseilte Kuh sein Eigen nennt, geht möglicherweise schon leer aus, denn das ist hier schon ein Ansatz für «Wohlstand», sagt Georges Brogle.

Ärztehaus beginnt sich zu füllen
Nebst dieser Direkthilfe werden mehrere nachhaltige Projekte lanciert und unterstützt, wie die Schaffung des Ärztezentrums in Falcâu. Seit September 2001 ist der Verein dort rechtmässiger Eigentümer einer Liegenschaft mit 12 Zimmern, von denen ein einziges von einem Arzt zweimal wöchentlich als Praxisraum genutzt wird. Fliessendes kaltes und warmes Wasser sollen eingezogen werden.
Bereits steht die komplette Optikerstation des Rheinfelder Optikers Marco Veronesi in Betrieb, die seither hunderten das Sehen erleichtert.
Jetzt soll das dritte Zimmer des Ärztehauses (Rumänisch: Dispensar) aktiviert werden.
Als der im Fricktal praktizierende Zahnarzt Remo Loepfe mit dem Zurverfügungstellung einer Unmenge Zahnbürsten und -pasten dem Präsidenten Georges Brogle sozusagen den kleinen Finger hin streckte, ergriff dieser die ganze Hand, indem er Remo Loepfe die Realisierung eines Projekts für eine komplette Zahnarztpraxis vorschlug.
Remo Loepfe sagte sofort zu.

Zahnhygiene: Horribel
«Ich war schockiert ob der Zustände dort», sagt der seit 1989 in Zeiningen mit seiner Familie ansässige Remo Loepfe, soeben von seiner Inspektionsreise in Beleitung von Georges Brogle zurück. «Widmen wir uns Zahnärzte hier in Westeuropa fast nur mehr ästhetischen Fragen perfekter weisser Kauwerkzeuge, ist zwei Flugstunden entfernt bei Abertausenden nicht einmal die Grundversorgung gewährleistet.
Ich habe vielen Kindern und auch Erwachsenen in den Mund geschaut. Der Befund: Horribel,praktisch ausnahmslos mangelnde Hygiene, fast ausnahmslos ein Dutzen und mehr Karieslöcher in einem Kindermund, Zahnlücken statt -prothesen oder -füllungen.»
Loepfes Diagnose hört sich im Gegensatz dazu positiv an: Unter dem Dach des Vereins Rumänien-Hilfe Wegenstetten entwickelt er jetzt ein Zahnhygienekonzept, das mittelfristig umgesetzt werden soll: «Langfristig streben wir die Platzierung eines selstständig arbeitenden rumänischen Zahnarztes im Dispensar an. Eine komplette Occasions-Zahartzpraxis aus der Schweiz steht bereit und muss an - noch nicht vorhandene - Zu - und Ableitungen angeschlossen werden. Für dieses Gesamtprojekt stelle ich natürlich gerne mein Knowhow zur Verfügung.»
Der Umbaufortschritt des Ärztehauses ist abhängig vom Geldfluss aus dem Fricktal, weswegen Remo Loepfe und Georges Brogle gerne auf die Spendenmöglichkeit aufmerksam machen.


 
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