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Leitung:
Leonhard Schmid
Man muss sich vergegenwärtigen, dass Arztpraxen in dieser Gegend
weder über fliessendes Wasser noch über Toiletten im Haus
verfügen.
Das waren die sanitären Einrichtungen im Dispensar Falcâu
vor dem Umbau:
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| Lavabo in einer Praxis im
Nachbardorf: Von einer Glasflasche fliesst Wasser durch einen
Gummischlauch mit Klemme. Unter dem Vorhang ein Plastikeimer
fürs Abwasser. |
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Toiletten auf der Veranda
der Praxis im Nachbardorf... den Duft kann man sich vorstellen. |
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WC-Anlage im Garten einer
weiteren Praxis in der Nachbarschaft. |
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Traditioneller Ofen |
Allerdings sind diese Zustände nicht auf mangelndes Hygienebewusstsein
der Ärzte zurückzuführen. Erstens hat das ganze Land
einen enormen Nachholbedarf (nirgends in der Gegend gibt es kollektive
Trinkwasserversorgung, Kanalisation, Müllabfuhr) und zweitens
stehen für das Gesundheitswesen und ganz besonders für
die Grundversorgung zu wenig Mittel zur Verfügung. Mit ihrem
Budget können die Hausärzte schon den allernötigsten
Praxisbedarf nicht beschaffen, geschweige denn in die dringend nötige
Erneuerung der Infrastruktur investieren.
Nach dem Umbau durch die Rumänien-Hilfe Wegenstetten gibt es
nun im Dispensar Falcâu fliessendes warmes und kaltes Wasser,
Toiletten von mitteleuropäischem Standard und eine (holzbefeuerte)
Zentralheizung.
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| Lavabo im Sprechzimmer |
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Patiententoilette |
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Dusche |
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Zentralheizung |
Lavabo im Sprechzimmer Patiententoilette Douche Zentralheizung
Die Räume, die jetzt für die Arztpraxis zur Verfügung
stehen, sind vergleichsweise gediegen, nicht luxuriös, aber
sauber und pflegeleicht.
Das Mobiliar ist einfach und zweckmässig.
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| Sprechzimmer des Arztes |
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Arbeitsraum der Praxisassistentin |
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| Wartezimmer |
Aber eine einmalige Investition in die Infrastruktur der Praxis
genügt nicht. In den üblichen Arztpraxen fehlen allernötigstes
Verbrauchsmaterial (wie Zungenspatel, Verbandstoff, elastische Binden)
und sterile Einwegartikel (wie Spritzen, Kanülen, Nahtmaterial
und Gummihandschuhe). EKG- und Inhalations-Apparate sind nicht vorhanden
oder funktionieren nicht, weil Zubehör nicht lieferbar ist.
Von dieser schwierigen Ausgangslage sind vor allem die Benachteiligten
und Minderbemittelten betroffen. Da die Krankenkasse die Kosten
nicht deckt, verwenden Ärzte üblicherweise Verband- und
Verbrauchsmaterial, ja sogar Spritzen nur gegen Bezahlung. Wundversorgungen
und Abklärungsfälle müssen aus Kostengründen
ans Spital überwiesen werden, was den Betroffenen einen Tag
Arbeitsausfall und Fahrtkosten beschert. Medikamente, auch wenn
sie vom Arzt rezeptiert werden, sind mit einem hohen Selbstbehalt
belastet. Leute mit einem Mindestlohn von ca. 140 Franken oder einer
Rente von ca. 80 Franken im Monat können sich das nicht leisten.
Um die medizinische Versorgung zu verbessern und sie allen zugänglich
zu machen, unterstützt die "Rumänien-Hilfe Wegenstetten"
die Ausstattung der Praxis mit regelmässigen Beiträgen.
Ziel ist, dass alle Patienten an ihrem Wohnort fachgerecht abgeklärt
und versorgt oder dann gezielt überwiesen werden können.
Für die Führung der Praxis konnten wir einen Arzt gewinnen,
der bei der Bevölkerung gut ankommt, weil er engagiert und
kompetent ist.
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| Dr. med. Octavian Dascal
ist dank seinem Engagement beliebt. |
Dem Arzt steht eine Praxisassistentin zur Seite. Die Rumänien-Hilfe
Wegenstetten ist dafür besorgt, dass sie wenigstens einen landesüblich
rechten Lohn erhält.
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| Die Praxisassistentin Ariane
Witowski in ihrem Arbeitsraum. |
Die Einwohner von Falcâu sind froh, dass nun täglich
ein Arzt in ihrem Dorf anwesend ist und dass sie im Krankheitsfall
mit einer guten Versorgung und notfalls mit Hausbesuchen rechnen
dürfen.
Wir möchten im Namen der minderbemittelten
Kranken von Falcâu und Umgebung allen Spenderinnen und Spendern,
die diese sinnvolle Hilfe ermöglichen, herzlich danken.
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