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Unser
Beitrag zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung im verarmten
Nordosten Rumäniens:
Die medizinische Versorgung in weiten Teilen Rumäniens ist
prekär, für uns Schweizerinnen und Schweizer unvorstellbar.
Häufig fehlt selbst allernötigste Grundausrüstung,
die räumlichen und sanitären Voraussetzungen sind oft
völlig veraltet. In ländlichen Arztpraxen gibt es kein
fliessendes Wasser, die Toiletten sind Plumpsklos im Garten.
Das waren die sanitären Einrichtungen im Dispensar Falcâu
vor dem Umbau:
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| WC im Garten der Arztpraxis |
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Sodbrunnen der Praxis |
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"Lavabo" |
Vom medizinischen Notstand am schlimmsten betroffen sind die Armen,
und das sind nicht ein paar Einzelfälle: 40% der Bevölkerung
lebt unter der Armutsgrenze. Medikamente sind mit einem hohen Selbstbehalt
behaftet. Das können sich die vielen kinderreichen Familien,
Rentner und Arbeitslosen schlicht nicht leisten.
Ausserdem sind für viele Leute die dringend nötigen Zahnbehandlungen
unerschwinglich. Sozusagen jedermann bekommt in Rumänien früher
oder später Zahnprobleme, weil Zähneputzen unbekannt ist.
Es gibt auch unglaublich viele Personen mit Sehschwäche, doch
sie können sich weder eine Abklärung noch eine Brille
leisten.
Angesichts dieser schwierigen Zustände
beschloss die Rumänien-Hilfe Wegenstetten, einen möglichst
nachhaltigen Beitrag zu deren Verbesserung zu leisten. Die
beste Möglichkeit schien der Kauf eines Ärztehauses, um
es zu renovieren und auf einen europäischen Minimalstandard
auszubauen...
Der Umbau erwies sich zwar als schwieriger als erwartet und wurde
zur harten Geduldsprobe.
Dank grosszügigen Spenden konnte er jedoch bis Herbst 2004
zu Ende geführt werden.
Das Resultat kann sich sehen lassen.
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| Das Dispensar in Falcâu
von aussen |
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| ...und von
innen: Sprechzimmer des Arztes |
Leider scheiterte der Plan ein regionales medizinisches Zentrum
einzurichten aus behördlichen und personellen Gründen.
Wir konnten jedoch einen engagierten und beliebten Arzt einsetzen,
dem das Wohl der armen und alten Patienten am Herzen liegt. Dank
der Rumänien-Hilfe Wegenstetten und ihren Spendern bietet er
nun seit Oktober 2004 eine zwar immer noch bescheidene, aber effiziente
Grundversorgung an.
Ausser einer Arztpraxis beherbergt das Dispensar je einen Raum für Brillenoptik und für eine Zahnarztpraxis.
Die Zahnarztpraxis wurde im Frühjahr 2005 eingerichtet. So
bald als möglich soll ein Zahnarzt die Arbeit aufnehmen.
Die Optiker führen in Falcâu schon seit Jahren während
einigen Tagen pro Jahr Sehtests durch und geben Brillen ab. Während
das bisher in provisorischen Räumen geschehen musste, ist nun
die Einrichtung des Optikerraums abgeschlossen. Fernziel ist es,
hier einen einheimischen Optiker arbeiten zu lassen.
Ein Dispensar muss auch bewacht, gereinigt, beheizt werden, Unterhalts-
und Ausbauarbeiten fallen an. Für die Überwachung dieser
Arbeiten und die Koordination der Aktivitäten im Dispensar
müssen wir besorgt sein. Das braucht erhöhte Präsenz
vor Ort.
Die Einwohner von Falcâu und Umgebung zeigen sich mit dem
Gebotenen sehr zufrieden und sind dankbar dafür. Es gibt ihnen
Zuversicht, dass sie bei Krankheit, Zahnproblemen und Sehschwäche
nicht im Stich gelassen werden.
Wir werden mit wachsamen Augen die weitere Entwicklung verfolgen
und so beeinflussen, dass sie der breiten Bevölkerung und vor
allem den armen und alten Personen zugute kommt. Um das angestrebte
minimale Niveau der Krankenbetreuung aufrechtzuerhalten, wird weitere
Unterstützung nötig sein.
Wir sind davon überzeugt, dass wir mit diesem Projekt einen
zwar bescheidenen, aber nicht unbedeutenden Beitrag zur Verbesserung
der medizinischen Versorgung einer verarmten Bevölkerung leisten.
Wir danken allen Spenderinnen und Spendern,
die uns helfen dieses Projekt durchzuführen.
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